Tödlicher Streit in Flüchtlingsheim: Lebenslange Haft

Nach der Tötung eines Jugendlichen in einem Augsburger Flüchtlingsheim ist ein 30 Jahre alter Mann zu lebenslanger Haft wegen Mordes verurteilt worden.

Der Angeklagte, ein afghanischer Staatsangehöriger, hatte in dem Verfahren ein Teilgeständnis abgelegt und zugegeben, seinem 15 Jahre alten Schwager den Hals durchgeschnitten zu haben. Vier weitere Angehörige seiner Ehefrau hatte der Mann ebenfalls mit dem Messer verletzt. Der 30-Jährige sagte, dass er von dem Jugendlichen angegriffen worden sei. Der Verteidiger wertete daher die Tötung des 15-Jährigen in seinem Plädoyer als Notwehr. Die weiteren Taten seien jeweils als gefährliche Körperverletzung zu sehen. Der Staatsanwalt geht hingegen davon aus, dass sich der Angeklagte an der Familie seiner Ehefrau mit dem Blutbad rächen wollte. Die Frau hatte sich vor der Tat von dem Mann getrennt.

2. März 2021