Lockdown bis 14. Februar verlängert, Schulen bleiben zu

Bund und Länder haben sich an diesem Dienstag im vorgezogenen Krisengipfel auf eine Verlängerung des Lockdowns bis zum 14. Februar verständigt.

Die Gefahr einer Ausbreitung der Virus-Mutationen, die auch in Deutschland bereits nachgewiesen worden sind, müsse jetzt eingedämmt werden, so Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Pressekonferenz nach dem Corona-Gipfel. Dazu müsse der Rückgang der Infektionszahlen noch mal deutlich beschleunigt werden. “Wir wissen, wenn die Infektionszahlen gering sind, hat auch das mutierte Virus wenig Chancen sich weiter auszubreiten”, so Merkel.

Der Lockdown wird daher über den 31. Januar verlängert. Damit bleiben Kultur- und Freizeiteinrichtungen, Restaurants und viele Geschäfte bis zum 14. Februar geschlossen.

Weil es zudem Hinweise gebe, dass sich die Mutation möglicherweise unter Kindern und Jugendlichen stärker verbreiten könnte, bleiben auch Schulen und Kitas bis Mitte Februar geschlossen, bzw. die Präsenzpflicht bleibt ausgesetzt.

Um Kontakte noch weiter zu reduzieren, sollen außerdem mehr Menschen von zu Hause aus arbeiten. Arbeitgeber müssen künftig dort, wo es möglich ist, den Arbeitnehmern Homeoffice ermöglichen. Diese Regelung soll zunächst bis 15. März gelten.

Bundesweit wird darüber hinaus die Maskenpflicht verschärft. Im öffentlichen Nahverkehr sowie in Geschäften müssen nun medizinische Masken getragen werden (OP-, FFP2-, K95, N95-Maske). Auch in Gottesdiensten müssen medizinische Masken getragen werden.

In Bayern gilt im ÖPNV und beim Einkaufen ohnehin seit dieser Woche eine FFP2-Maskepflicht. Auch die Regelungen zur nächtlichen Ausgangssperre und dem 15-km-Radius für Corona-Hotspots beibt in Bayern bestehen.

Was die Impfungen betrifft soll alles getan werden, dass bis Sommer jedem Bürger, der sich Impfen assen will ein Impfangebot gemacht werden.

Für eine Öffnungsstrategie braucht es nach Merkel die Kontrolle über das Infektionsgeschehen, das heißt es eine vollständige Kontaktnachverfolgung muss gewährleistet sein. In der Zeit bis zum 15. Februar sollen die Gesundheitsämter deshalb personell und organisatorisch verstärkt werden.

19. Januar 2021