Familie und Ehepaar brechen ins Eis ein – Wasserwacht warnt vor Betreten der Eisflächen

Eine vierköpfige Familie ist am Sonntag am Kuhsee ins Eis eingebrochen. Sie wurde von Passanten mit Hilfe der Eisrettungsleitern, die am Ufer angebracht sind, gerettet.

Allein konnten sie sich nicht aus der misslichen Lage befreien. Gleich danach sind wieder Menschen auf den Kuhsee. Jetzt ist das Betreten des Sees bis auf Weiteres untersagt. Auch am Weitmansee bei Kissing ist am Wochenende ein Ehepaar ins Eis eingebrochen und musste gerettet werden. Die wenigen kalten Tage haben laut Wasserwacht bei Weitem nicht ausgereicht, das Eis tragbar zu machen. Experten warnen dringend davor, die Eisflächen zu betreten, in den nächsten Tagen gibt es noch dazu Tauwetter.

Die Wasserwacht schreibt nach dem Unfall Folgendes:

Wir appellieren nochmals daran:
– Bitte keine Eisflächen betreten – dies kann lebensgefährlich sein.
– Die aufgestellten Eisrettungsleitern können Leben retten. Wir bitten darum,
diese nicht zu beschädigen und nicht zu entwenden!
Wer trotz allem ins Eis einbricht sollte unbedingt
• laut um Hilfe rufen,
• in jedem Fall vermeiden, dass er unter das Eis gerät,
• sich so wenig wie möglich bewegen, um möglichst wenig Körpertemperatur zu
verlieren.

Zeugen eines solchen Unfalls sollten
• sofort Hilfe holen über die Notrufnummern 112,
• die eingebrochene Person beruhigen und unbedingt weiter beobachten
• mit Hilfe von Hilfsmitteln wie Rettungsring, Leitern (teilweise an Seen am
Uferbereich vorhanden), Ästen, Abschleppseil oder ähnliche Gegenstände die zur
Verfügung stehen, die eingebrochene Person absichern,
Wenn es gelingt den Verunfallten ans Land zu ziehen, ist es wichtig, ihn
unbedingt vor Kälte zu schützen und möglichst wenig zu bewegen. Ist der
Verunfallte bewusstlos muss er in die stabile Seitenlage gebracht werden, hat er
einen Herz-Kreislauf-Stillstand, muss umgehend mit der Wiederbelebung
begonnen werden.

18. Januar 2021