Klimacamp darf bleiben – das sagen Eva Weber und die Aktivisten

Das Augsburger Klimacamp darf es weiterhin geben. Wie der Bayerische Verwaltungsgerichtshof jetzt auch schriftlich bestätigt, handelt es sich dabei um eine Versammlung. Allerdings betrifft das Urteil die mittlerweile bald zwei Jahre zurückliegende Entscheidung der Stadt, das Camp aufzulösen,- das war rechtswidrig. Die Stadt will keine Revision einlegen. Jetzt bleibt dennoch weiterhin offen, wie man in Augsburg künftig mit den Klimacampern umgeht.

Die Bürgerschaft ist gespalten. Oberbürgermeisterin Eva Weber betont in einer persönlichen Stellungnahme, dass die Klimacamper in ihren Augen demokratische Prozesse nicht interessierten. Sie appelliert an die Aktivisten, sich damit auseinander zu setzen, was eine Kommune aus eigener Kraft leisten könne und auch im Blick zu haben, dass Klimaschutz nicht bedingungslos das einzige Thema der Stadt sein könne, sie fordert die Aktivisten auf, “ihre Komfortzone zu verlassen”

Das Klimacamp betont seinerseits, dass man beim Motto „Wir campen bis ihr handelt!“ bleibe. Die Stadt Augsburg habe sich zwar unter anderem dazu bekannt, ihren Teil zur Einhaltung der 1,5-Grad-Grenze beizutragen, gleichzeitig wurden aber die Bus- und Trampreise wieder angehoben, was zeige, dass “politischer Druck für Klimagerechtigkeit wichtiger denn je” sei.

21. April 2022