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26.08.2009

"Liegender Akt" bleibt verhüllt

Der sogenannte „Liegende Akt“ in der Augsburger Körperwelten-Ausstellung bleibt auch weiterhin verhüllt. Das hat das Verwaltungsgericht gestern per Eilentscheidung beschlossen.

Das Gericht beruft sich aber nicht - wie die Stadt Augsburg - auf das Bestattungsgesetz. Es zweifelt vielmehr an, dass der Mann, dessen Körper beim Geschlechtsakt mit einer Frau gezeigt wird, noch geistig dazu in der Lage war, über die Ausstellung seines Körpers zu entscheiden. Sollte sich diese Mutmaßung bestätigen, wäre der „Liegende Akt“ ein massiver Eingriff in die Rechte des Betroffenen, so das Gericht. Der Mann hat zuletzt in einem Pflegeheim gewohnt. Ob er tatsächlich dement war, könnte ein Hauptverfahren mit Zeugenvernehmung klären. Das würde aber nicht vor Ende der Ausstellung in drei Wochen beginnen. Die Veranstalter der Körperwelten-Ausstellung können gegen das Urteil beim bayerischen Verwaltungs-Gerichtshof Berufung einlegen.