IHK kritisiert Lieferkettengesetz

Die IHK in Augsburg kritisiert das neue Lieferkettengesetz, das der Bundestag an diesem Freitag verabschiedet hat. Präsident Andreas Kopton sieht einen enormen Mehraufwand auf die Unternehmen zukommen. Die rein nationale Lösung führe zudem zu Wettbewerbsnachteilen für deutsche Unternehmen,

da das Gesetz nur für Unternehmen mit Sitz in Deutschland gilt. Schließlich könnte sich das neue Gesetz langfristig sogar negativ auf die Menschenrechte auswirken, weil zu befürchten sei, dass sich deutsche Unternehmen aus bestimmten Ländern ganz zurückziehen.

Das neue Gesetz nimmt Unternehmen für Zustände bei weltweiten Zuliefern stärker in die Pflicht. Sie müssen ab 2023 gegen Menschenrechtsverletzungen und Umweltverstöße bei Zulieferern vorgehen, tun sie das nicht, drohen Bußgelder. Das gilt zunächst für Betriebe mit mehr als 3.000 Mitarbeitern, ein Jahr später auch für Unternehmen mit über 1.000 Beschäftigten.

Die Pressemitteilung der IHK Schwaben finden Sie hier.

11. Juni 2021