“Goldfinger”-Prozess wird eingestellt

Es ging um möglichen Steuerbetrug in mindestens dreistelliger Millionenhöhe – jetzt ist der sogenannte „Goldfinger“-Prozesseingestellt worden. Das hat das Augsburger Landgericht am gestrigen Montag mitgeteilt hat. In dem Strafprozess ging es um ein umstrittenes Steuersparmodell, dass nach dem James-Bond-Film benannt worden war. Unter anderem durch Goldhandel über ausländische Firmen werden damit Steuern am Fiskus vorbeigeschleust. Nach mehr als einjähriger Verhandlung ist das Gericht aber der Auffassung, dass den beiden Angeklagten allenfalls eine geringe Schuld vorgeworfen werden kann. Der Prozess wird sanktionslos eingestellt. Stattdessen könnten sie nun, weil sie in Untersuchungshaft saßen, sogar eine Entschädigung vom Staat erhalten.

12. Januar 2021