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28.11.2017

Lebenslang für Hirblinger Doppelmörder

Der Doppelmörder von Hirblingen muss lebenslang hinter Gitter, so das Urteil des Augsburger Landgerichtes heute. Der 32-Jährige soll aus Habgier seine beiden Nachbarinnen erstochen und die Leichen vergraben haben. Das Gericht sieht sogar eine besondere Schwere der Schuld. Das heißt, der Verurteilte muss wohl viel länger als 15 Jahre in Haft.

Der Mann hatte nach außen hin ein gutes Verhältnis zu den Frauen. Seine Mutter hatte Schlüssel zu der Wohnung, sie kümmerte sich um die Katze und goss Pflanzen, wenn die Frauen weg waren. Mit eben diesem Schlüssel soll der Verurteilte vor einem Jahr in die Wohnung gekommen sein und die Frauen mit Dutzenden Messerstichen ermordet haben. In den Tagen danach hat er offenbar in Augsburg und Prag Geld von den Konten der Frauen abgehoben. Der 32-Jährige hat bis zum Schluss geschwiegen. Allerdings waren die Indizien erdrückend. Die Ermittler haben unter anderem seinen genetischen Fingerabdruck an den Sprunggelenken der Frauen gefunden, an einem Messer des Mannes waren DNA-Spuren der Frauen. Außerdem wurden dort, wo die Frauen vergraben waren, seine Fußspuren gefunden.

Rechtskräftig ist das Urteil allerdings noch nicht, so wie es aussieht, legt die Verteidigung Revision dagegen ein.